Mediale Dimensionen von Reproduktion

Anlässlich der zweiten Jahrestagung des Vereins Das Bild als Ereignis e. V. stehen Fragestellungen hinsichtlich der medialen Dimensionen von Reproduktion in unterschiedlichen Gattungen der Kunst wie der Malerei, der Grafik, der Fotografie und dem Theater im Mittelpunkt. Die intermedialen Übergänge und die damit einhergehenden Veränderungen sollen im Spannungsverhältnis zwischen Vorbild und Reproduktion an konkreten Fallbeispielen diskutiert werden.
Die Veranstaltung dient unter anderem auch als Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs und fachlichen Austausch zwischen den Generationen.

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Anmeldeformular

Anmeldung bis Freitag, den 16.11.2012 Anmeldeformular_Mediale_Dimensionen_von_Reproduktion.docx

Kontakt

Organisatorinnen:
Katharina Frank, Sabine Koßmann, Carolin Rinn

das_bild_als_ereignis@yahoo.com
 
 

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www.bildalsereignis.de

Vereinsportfolio

ÜBER DEN VEREIN:

Der Verein das Bild als Ereignis e. V. wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, die Europäische Kunstgeschichte und benachbarte Disziplinen zu unterstützen und zu fördern. Er versteht sich als überregionaler Arbeitskreis, Kommunikationsplattform und Förderorgan insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Dialog zwischen etablierten und jungen Forschern. Mit der Organisation von Tagungen, Kolloquien und Symposien sowie der Unterstützung und Konzeption von Publikationen will der Verein den wissenschaftlichen Austausch anregen und bereichern. Das besondere methodische Interesse der Vereinsarbeit gilt der objektnahen Diskussion und Erprobung kunstgeschichtlicher und kunsttheoretischer Denkfiguren mit interdisziplinärer Ausrichtung. Da es sich um einen kleinen, noch jungen Verein junger Wissenschaftler handelt, besteht eine wesentliche Aufgabe in der Akquise der zur Realisierung unserer Projekte nötigen Finanzmittel.
In den vergangenen zwei Jahren konnte der Verein seine Förderziele bereits in verschiedenen von ihm initiierten Projekten verwirklichen. Schwerpunkt der Aktivitäten war die Ausrichtung des Kolloquiums Das Bild als Ereignis. Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst, das anlässlich des 111. Geburtstags von Hans Georg Gadamer am 11. Februar 2011 von Dominic E. Delarue, Johann Schulz und Laura Sobez am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg organisiert wurde und das auch namensgebend für den Verein selbst wurde. Unter dem Stichwort Das Bild als Ereignis wurde die Relevanz von Gadamers Hermeneutik und ihres Kunstbegriffs für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kunst des späten Mittelalters erprobt. Die Veranstaltung richtete sich schon im Vorfeld insbesondere an junge Wissenschaftler und Interessierte, die über die einschlägigen Netzwerke und Mailinglisten explizit zur Einreichung von Vortragsexposés eingeladen wurden. Das zweieinhalbtägige interdisziplinäre Kolloquium gliederte sich schließlich in öffentliche Abendvorträge und ein Kolloquiumsprogramm aus Vorträgen mit anschließenden Diskussionen. Für eine positive Resonanz während der Tagung, aber auch darüberhinaus sorgte das rege und offene Gespräch zwischen den Fächern Kunstgeschichte, Philosophie und Theologie sowie zwischen dem wissenschaftlichen Nachwuchs und etablierten Forschern. Das große Interesse einer breiten Öffentlichkeit am Thema der Veranstaltung dokumentiert nicht zuletzt der vollbesetzte Hörsaal des Instituts für Europäische Kunstgeschichte während der Abendvorträge eindrücklich.
Wegen dieses breiten Interesses sowohl des wissenschaftlichen als auch des interessierten bildungsbürgerlichen Publikums entschied der Verein sich zu einer Veröffentlichung der Kolloquiumsbeiträge in einem Sammelband, der im Herbst 2012 beim Winter Verlag Heidelberg erscheint. Die Drucklegung des Bandes wurde durch die Stiftung der Stadt Heidelberg ermöglicht, die in ihm ein herausragendes Zeugnis des lebendigen Austausches verschiedener Fächer und Forschergenerationen untereinander, mit dem intellektuellen Erbe der Universität und den Heidelberger Bürgern sah.
Neben diesem Großprojekt realisierte der Verein weitere kleinere Veranstaltungen am Institut für Europäische Kunstgeschichte Heidelberg, die den im Kolloquium angestoßenen Diskurs über das Wesen der Bilder fortzuführen und insbesondere auch Studierende für das Anliegen des Vereins zu begeistern suchten. Zunächst wurde im Juni 2011 der Openair-Filmabend ?Mal ein Auge drauf werfen. Von Blinden und Ikonologen? konzipiert und organisiert. Slavoj Zizeks Dokumentarfilm "The Pervert's Guide to Cinema" leiteten die Vorträge "Punctum caecum. Zum Topos der Blindheit und Unsichtbarkeit im zeichnerischen Akt" von Toni Hildebrandt (Eikones, Basel) und "Vom Ikonologen zum Mann, der in die Bilder steigt. Ein Versuch mit Panofsky und Zizek" von Johann Schulz und Laura Sobez ein. Im Dezember 2011 sprach schließlich Christian Nille (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) auf Einladung des Vereins zum Thema "Erwin Panofsky und die gotische Architektur. Überlegungen zum produktiven Umgang mit einem Klassiker" im Rahmen eines öffentlichen Abendvortrags, an den die erste Jahressitzung des Vereins anschloss.
Die Reihe der Filmabende wurde im Juli 2012 fortgesetzt mit ?Die Realität der Fiktion."Montage und Attraktion in Film und Kunst" zu Sergej Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin. Neben einem Workshop zu theoretischen Schriften des Regisseurs, dessen Leitung Laura Sobez übernahm, wurde die Filmvorführung von zwei Vorträgen begleitet: "Die Naht im Geschehen des Virtuellen" von Johann Schulz und "Über die Rezeption Eisensteins in der Kunst" von Ulrich Blanché.
Für April 2013 ist zudem die Ausstellung "Lebensräume gestalten. Der Architekt Heinrich Metzendorf an der Bergstraße" am Museum der Stadt Bensheim in Planung. Das Projekt wird geleitet von Thomas Kaffenberger (King's College London/Johannes Guttenberg Universität Mainz) und Dominic E. Delarue (KU Leuven/Universität Heidelberg). Im Rahmen eines Proseminars am Institut für Europäische Kunstgeschichte Heidelberg werden Studierende in Recherche, Konzeption und Realisation der Ausstellung einbezogen.
Mit seiner Entscheidung das Jahrestreffen 2012 in Gießen im Rahmen eines kleinen Kolloquiums auszurichten, möchte der Verein nun seinen Aktionsradius ganz bewusst, im Sinne der Satzung und der Vereinsziele über die Stadt Heidelberg und ihre Universität hinaus ausdehnen.

Vorstand:
Johann Schulz, Laura Sobez, Dominic E. Delarue, Sabine Koßmann(Schatzmeisterin)

Beitrittserklärung

Satzung des Vereins

 
 

Wir danken herzlich:

    Arbeitskreis für Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte
    Dekanat FB04 Geschichts- und Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen
    Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen
    Kulturförderung der Stadt Gießen
    Volkswagen-Stiftung