Persönliche Daten
Prof. Dr. Hubertus Büschel
Juniorprofessor für KulturgeschichteJustus-Liebig-Universität Giessen
International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)
Alter Steinbacher Weg 38
D-35394 Giessen
Tel. + 49-(0)0641-99-30023
E-Mail: Hubertus.Bueschel@gcsc.uni-giessen.de
MitarbeiterInnen
- Stefan Becker (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
- Ann-Kathrin Rose (Studentische Hilfskraft)
Betreute Projekte
Dissertationen
- Stefan Becker: Gebaute Geschichte an den Grenzen der Gesellschaft - Von Experimenten mit dem Medium (An)Architektur im Laboratorium Stadt (Rio de Janeiro - Luanda - Lissabon).
- Andreas Hübner: Migration, Forced Migration, Slavery and Creolisation in Times of Global Crises.
BA-Arbeiten
- Ragna Ruhaas: Vergleich der Goldenen Thronjubiläen von Queen Victoria und Queen Elizabeth II. von England.
- Carola Maria Westermeier: Frauenfußball. Rollenbilder und gesellschaftliche Wahrnehmung in der Bundesrepublik Deutschland 1960er bis 1990er Jahre.
Berichte vom Historikertag 2010
Lebensweg
- geboren am 11. Februar 1969 in Weidach bei Coburg (Bayern)
- 1985-1992: Mittlere Reife, Berufsausbildung zum Bankkaufmann, Zivildienst, Berufstätigkeit
- 1993-1995: Kolleg St. Matthias, Wolfratshausen bei München (Zweiter Bildungsweg)
- 1995: Abitur (Zweiter Bildungsweg)
Wissenschaftlicher Werdegang
- 1995-2001: Studium in München und Berlin. Lehramt Sekundarstufe II: Latein/Deutsch/ Geschichte. Magister: Neuere und Neueste Geschichte/Geschichte des Mittelalters/Neuere Deutsche Literatur. Abschluss: Magister Neuere und Neueste Geschichte
- 2001-2004: Doktorand am Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen
- 2003: Fellow am Center for 17th & 18th Century Studies der UCLA und der Clark Library, Los Angeles, USA
-
2004: Promotion an der Universität Göttingen
Thema: Untertanenliebe? Der Kult um deutsche Monarchen 1770-1830
Ergebnis: Summa Cum Laude - 2005-2006: Postdoktorand am GK der DFG "Archiv, Macht, Wissen", Universität Bielefeld, Lehrbeauftragter der Universitäten Göttingen und Bielefeld Forschungsprojekt: Machtstrukturen und "Eigensinn" in den Staatsarchiven der DDR 1965-1990 (abgeschlossen)
- 2006-2009: Lehrbeauftragter der Universität Potsdam, assoziiertes Mitglied des Zentrums für Zeithistorische Forschungen, Potsdam
- 2007-2009: wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Potsdam an der Professur für Zeitgeschichte Prof. Dr. Martin Sabrow, Deutsche Forschungsgemeinschaft "eigene Stelle"
- Herbst 2008: Rufannahme für die Juniorprofessur Kulturgeschichte am GCSC der JLU Gießen
- Seit März 2009: Juniorprofessor für Kulturgeschichte am GCSC der JLU Gießen
- Habilitationsprojekt: Die gute Hilfe. Humanismus und Entwicklung in Tansania, Togo und Kamerun 1920-1975.
Stipendien/Auszeichnungen
- 2001-2004
Doktorand der Max-Planck-Gesellschaft - 2003
Fellow am Center for 17th & 18th Century Studies, UCLA, und der Clark Library, Los Angeles, USA - Research Scholar am Getty Research Center, Los Angeles, USA
- 2005-2006
Postdoktorandenstipendium der DFG - 2005
Reise- und Konferenzstipendium der German Studies Association - 2006
Druckkostenzuschüsse zur Dissertation (unter anderem Max-Planck-Gesellschaft, Haus der Bayerischen Geschichte, Coburger Landesstiftung, Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung). - 2007
Deutsche Forschungsgemeinschaft "eigene Stelle" für das Habilitationsprojekt mit Schwerpunkt auf die beiden deutschen Staaten 1955-1975 in Tansania, Togo und Kamerun - 2008
Gemeinsam mit Daniel Speich, ETH Zürich: Förderung der Tagung "Towards a Global History of Development. Interweaving Culture, Politics, Science and the Economy of Aid" (DFG, Schweizer Nationalfond, Friedrich-Ebert-Stiftung, Gerda Henkel Stiftung, ETH Zürich). -
2009
Gemeinsam mit Daniel Speich, ETH Zürich: Druckkosten des Bandes "Entwicklungswelten" (Gerda Henkel Stiftung)
Forschungsschwerpunkte
- Kulturgeschichte, Geschichte Europas des 18. - 20. Jahrhunderts, Globalgeschichte, Afrikanische Geschichte.
Bücher
Untertanenliebe - Der Kult um deutsche Monarchen 1770-1830 (=Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 220), Göttingen 2006. (Dissertation, Georg-August-Universität Göttingen 2004, summa cum laude)
Stimmen zum Buch:
"Hubertus Büschel ist es in herausragender Weise gelungen, ein hohes Reflexionsniveau mit sorgfältiger, quellengestützter Detailforschung zu verbinden und gleichzeitig die wissenschaftliche Debatte um den Kult um deutsche Monarchen und die Modernität der Gesellschaft an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert anzustoßen."
Dieter J. Weiß, Archiv für Kulturgeschichte
"This is a fascinating book, full of arresting insights and anecdotes and grounded in extensive archival research."
George S. Williamson, Journal of Modern History
Rezensionen unter anderem:
Peter-J. Schuler, in: Das Historisch-Politische Buch 22 (2007). 185f.; Dieter J. Weiß, in: Archiv für Kulturgeschichte ; George S. Williamson, in: The Journal of Modern History 81 (2009), 223-224 ( www.journals.uchicago.edu/doi/pdf/10.1086/598740). http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=14236; Monika Wienfort, in: H-Net Reviews. http://www.revolution.h-net.msu.edu/reviews/showpdf.php?id=2122; Jan Andres, in: Sehepunkte. http://www.sehepunkte.de/2006/10/10050.html
Mit Daniel Speich (Hg.), Entwicklungswelten - Zur Globalgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit (= Globalgeschichte Bd. 6), Frankfurt/M., New York 2009.
Aufsätze
Vor dem Altar des Vaterlandes - Verfahren ritueller Sakralisierung von Monarch und Staat zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in: Florian Steger (Hg.), Kultur: ein Netz von Bedeutungen. Analysen zur symbolischen Kulturanthropologie, Würzburg 2002, 161-183.
Entgrenzte Heimat - "Emotives" im deutsch-deutschen Herbst 1989, in: Bettina von Jagow/Florian Steger (Hg.), Differenzerfahrung und Selbst. Bewußtsein und Wahrnehmung in Literatur und Geschichte des 20. Jahrhunderts, Heidelberg 2003, 195-209.
"Shrinking Psychohistory" - Psychoanalyse und Geschichtswissenschaft: Die USA und (West-) Deutschland, in: Rebekka Habermas/Rebekka von Mallinckrodt (Hg.), Interkultureller Transfer und nationaler Eigensinn. Europäische und anglo-amerikanische Positionen der Kulturwissenschaften, Göttingen 2004, 123-140.
Die Liebe zum Herzog? Coburger Untertanen und ihre Herrscher im frühen 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 50 (2005), 1-23.
Handkuss auf Befehl. Luise von Preußen: Lange wurde sie wie eine Heilige verehrt, in: Rheinischer Merkur 61, 17 (2006), 10.
Die sanfte Macht der Machtlosen - Rituale, Glückwünsche und Geschenke: Preußens Untertanen und ihre Könige um 1800, in Historische Anthropologie 15 (2007), 82-102.
Die volkseigenen Akten - Materielle und diskursive "Spuren" staatlicher Archive der DDR, in ÖZG 18 (2007), 35-56.
Im Tropenkoller - Hybride Männlichkeit(en) in ethnologischen Texten 1900-1960, in: Ulrike Brunotte, Rainer Herrn (Hg.), Produktion und Krise hegemonialer Männlichkeit in der Moderne, Bielefeld 2008, 241-256.
Ein Denkmal für den vergessenen Krieg - das Korean War Memorial in Washington D.C., in: Christoph Kleßmann, Bernd Stöver (Hg.), Der Koreakrieg. Wahrnehmung - Wirkung - Erinnerung, Köln, Weimar, Wien 2008, 192-207.
In Afrika helfen. Akteure westdeutscher "Entwicklungshilfe" und ostdeutscher "Solidarität" 1955-1975, in: AfS 48 (2008), 333-365.
"Starke Angst in den Tropen" - Männlichkeit und Krise in ethnologischen Texten 1900-1960, in: Martin Sabrow (Hg.), Potsdamer Almanach 2007, Potsdam 2008.
Entwicklungszusammenarbeit und westliche Werte in Afrika - Zur Geschichte einer komplexen Beziehung, in: Helmut Reifeld (Hg.), Jenseits der Millenniumsziele. Wertorientierung für die künftige Entwicklungspolitik, St. Augustin, Berlin 2009, 99-106.
In Afrika helfen. Akteure westdeutscher "Entwicklungshilfe" und ostdeutscher "Solidarität" 1955-1975, in: Anja Kruke (Hg.), Dekolonisation. Prozesse und Verflechtungen 1945-1990, Bonn 2009, 333-365.
mit Daniel Speich, Einleitung - Konjunkturen, Probleme und Perspektiven der Globalgeschichte von Entwicklungszusammenarbeit, in: Hubertus Büschel, Daniel Speich (Hg.), Entwicklungswelten - Zur Globalgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit (= Globalgeschichte Bd. 6), Frankfurt/M., New York 2009, 7-29.
Eine Brücke am Mount Meru - Zur Globalgeschichte von Hilfe zur Selbsthilfe und Gewalt in Tanganjika, in: Hubertus Büschel, Daniel Speich (Hg.), Entwicklungswelten - Zur Globalgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit (= Globalgeschichte Bd. 6), Frankfurt/M., New York 2009, 175-206.
Das Schweigen der Subalternen - Die Entstehung der Archivkritik im Postkolonialismus, in: Anja Horstmann, Vanina Kopp (Hg.), Archiv - Macht-Wissen, erscheint 2010.
Entgrenzte Heimat - "Emotives" im deutsch-deutschen Herbst 1989, in: Bettina von Jagow/Florian Steger (Hg.), Differenzerfahrung und Selbst. Bewußtsein und Wahrnehmung in Literatur und Geschichte des 20. Jahrhunderts, Heidelberg 2003, 195-209.
"Shrinking Psychohistory" - Psychoanalyse und Geschichtswissenschaft: Die USA und (West-) Deutschland, in: Rebekka Habermas/Rebekka von Mallinckrodt (Hg.), Interkultureller Transfer und nationaler Eigensinn. Europäische und anglo-amerikanische Positionen der Kulturwissenschaften, Göttingen 2004, 123-140.
Die Liebe zum Herzog? Coburger Untertanen und ihre Herrscher im frühen 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 50 (2005), 1-23.
Handkuss auf Befehl. Luise von Preußen: Lange wurde sie wie eine Heilige verehrt, in: Rheinischer Merkur 61, 17 (2006), 10.
Die sanfte Macht der Machtlosen - Rituale, Glückwünsche und Geschenke: Preußens Untertanen und ihre Könige um 1800, in Historische Anthropologie 15 (2007), 82-102.
Die volkseigenen Akten - Materielle und diskursive "Spuren" staatlicher Archive der DDR, in ÖZG 18 (2007), 35-56.
Im Tropenkoller - Hybride Männlichkeit(en) in ethnologischen Texten 1900-1960, in: Ulrike Brunotte, Rainer Herrn (Hg.), Produktion und Krise hegemonialer Männlichkeit in der Moderne, Bielefeld 2008, 241-256.
Ein Denkmal für den vergessenen Krieg - das Korean War Memorial in Washington D.C., in: Christoph Kleßmann, Bernd Stöver (Hg.), Der Koreakrieg. Wahrnehmung - Wirkung - Erinnerung, Köln, Weimar, Wien 2008, 192-207.
In Afrika helfen. Akteure westdeutscher "Entwicklungshilfe" und ostdeutscher "Solidarität" 1955-1975, in: AfS 48 (2008), 333-365.
"Starke Angst in den Tropen" - Männlichkeit und Krise in ethnologischen Texten 1900-1960, in: Martin Sabrow (Hg.), Potsdamer Almanach 2007, Potsdam 2008.
Entwicklungszusammenarbeit und westliche Werte in Afrika - Zur Geschichte einer komplexen Beziehung, in: Helmut Reifeld (Hg.), Jenseits der Millenniumsziele. Wertorientierung für die künftige Entwicklungspolitik, St. Augustin, Berlin 2009, 99-106.
In Afrika helfen. Akteure westdeutscher "Entwicklungshilfe" und ostdeutscher "Solidarität" 1955-1975, in: Anja Kruke (Hg.), Dekolonisation. Prozesse und Verflechtungen 1945-1990, Bonn 2009, 333-365.
mit Daniel Speich, Einleitung - Konjunkturen, Probleme und Perspektiven der Globalgeschichte von Entwicklungszusammenarbeit, in: Hubertus Büschel, Daniel Speich (Hg.), Entwicklungswelten - Zur Globalgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit (= Globalgeschichte Bd. 6), Frankfurt/M., New York 2009, 7-29.
Eine Brücke am Mount Meru - Zur Globalgeschichte von Hilfe zur Selbsthilfe und Gewalt in Tanganjika, in: Hubertus Büschel, Daniel Speich (Hg.), Entwicklungswelten - Zur Globalgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit (= Globalgeschichte Bd. 6), Frankfurt/M., New York 2009, 175-206.
Das Schweigen der Subalternen - Die Entstehung der Archivkritik im Postkolonialismus, in: Anja Horstmann, Vanina Kopp (Hg.), Archiv - Macht-Wissen, erscheint 2010.
Rezensionen
In HA, H-Soz-u-Kult, GSR, Sehepunkte.
Lehrveranstaltungen
SoSe 2005 Georg-August-Universität Göttingen
- Vormärz 1815-1848: Deutsche Untertanen auf dem Weg zur Revolution? (Seminar für fortgeschritte-ne Anfänger)
WS 2005/06 Universität Bielefeld
- Kriminalität in der Geschichte (Einführungsseminar mit Lars Behrisch, Dagmar Ellerbrock) Methoden und Praxis der Geschichtsschreibung zur DDR (Grundseminar)
SoSe 2006 Universität Potsdam
- Alltagsgeschichte der DDR (Grundkurs)
WS 2006/07 Universität Potsdam
- Kulturgeschichte - Was ist das? (Grundkurs)
SoSe 2007 Universität Potsdam
- Die großen zeithistorischen Kontroversen seit 1945 (Grundkurs)
WS 2007/08 Universität Potsdam
- Von der Mission zur "Entwicklungshilfe": Strukturen und Transformationen 1850-1980 (Grundkurs)
SoSe 2008 Universität Potsdam
- Der Kampf gegen die Sklaverei seit dem 18. Jahrhundert (Proseminar)
WS 2008/09 Universität Potsdam
- Postkoloniale Theorien in den Geschichtswissenschaften: Ansätze, Beispiele, Ziele (Proseminar)
SoSe 2009 JLU Gießen
- Politische Rituale und Inszenierungen in Europa nach 1945 (Hauptseminar)
- Ritualtheorie und Kulturwissenschaften: Geschichte, Möglichkeiten und Grenzen (Workshop für Promovierende des GCSC)
- "The African Mind": Psychotechniken und Macht - Zur globalen Kulturgeschichte europäischer "Entwicklungshilfe" in Afrika, 1920 - 1975 (Key Lecture und Antrittsvorlesung am GCSC)
- Gemeinsam mit Prof. Dr. Horst Carl: Fallstudien und "Dezentrierendes Vergleichen" - Kulturgeschichte zwischen Mikro- und Makroper-spektive (Workshop für Promovierende des GCSC)
- Gemeinsam mit Dr. Sibylle Baumbach und anderen: Workshop zur Forschungsfinanzierung
WS 2009/2010 JLU Gießen
- Ansätze zur Wissenschaftsgeschichte der Human- und Kulturwissenschaften (Hauptseminar)
- Anfänge - Dimensionen wissenschaftlichen Schreibens (Workshop für Promovierende des GCSC)
- Politik und Cultural Studies - Geschichte, Ansätze und Positionen des Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS), Birmingham (Workshop für Promovierende des GCSC)
- "Peasants at the Grass Roots" - Entwicklungszusammenarbeit in Afrika 1920-1975 (Key Lecture am GCSC und Antrittsvorlesung am Historischen Seminar der JLU Gießen)
Was heißt Kulturgeschichte am GCSC?
Die Juniorprofessur Kulturgeschichte am GCSC versteht sich in der Tradition der Neuen Kulturgeschichte, wie sie seit den 1980er Jahren vor allem im anglo-amerikanischen Raum entworfen wurde. Hierbei wird ein sehr weiter Begriff von Kultur angelegt: So werden nicht bzw. nicht nur Phänomene untersucht, die landläufig zu Kultur gezählt werden, wie bildende Kunst, Musik oder Literatur. Hingegen nimmt der Arbeitsbereich gezielt Kulturen des Politischen (Diskurse, Praktiken, Rituale, Inszenierungen) ebenso wie Erfahrungen, Wahrnehmungen und Aushandlungen historischer Akteure in den Blick. Methodische Schwerpunkte liegen in der kritischen Rezeption vor allem diskursanalytischer, anthropologischer und soziologischer Theorien und Methoden. Die Auseinandersetzung mit postkolonialen Ansätzen ist zentral.
Zeitlich liegt der Schwerpunkt auf dem 18. bis 20. Jahrhundert. Räumlich stehen Europa, Afrika südlich der Sahara, die USA und Lateinamerika im Vordergrund.
Es wird ein anti-essentialistisches Verständnis von Kultur vertreten, das kritisch nach Konstruktionsprozessen und Dynamiken fragt.
In den Forschungsprojekten der Juniorprofessur werden somit immer wieder Machtfelder, -aushandlungen und -asymmetrien in den Blick genommen. Der Wandel von Praktiken bei der Konstituierung, Veränderung, Aushandlung und der Standardisierung von Wissen über und von Kultur ist zentral. Verbindendes Element ist überdies die Analyse globaler Konstellationen und Verflechtungen.
Der Arbeitsbereich der Juniorprofessur versteht sich dezidiert interdisziplinär und versucht integrierend auf die unterschiedlichsten Themen und Ansätze der Promovierenden am GCSC einzuwirken. Zur Weiterentwicklung des Forschungsprofils des GCSC trägt er vor allem durch Perspektiven auf außereuropäische Räume und Gesellschaften sowie die kritische Rezeption von postkolonialen und globalhistorischen Ansätzen bei. Auch leistet der Arbeitsbereich Grundlagenforschung durch wissenschaftshistorische Perspektiven auf die Kulturwissenschaften. Dabei ist die Reflexion der historischen Gewordenheit von Kulturbegriffen und -praktiken grundlegend.
Weiterführendes ist unter dem Punkt Projekte zu finden.
Zeitlich liegt der Schwerpunkt auf dem 18. bis 20. Jahrhundert. Räumlich stehen Europa, Afrika südlich der Sahara, die USA und Lateinamerika im Vordergrund.
Es wird ein anti-essentialistisches Verständnis von Kultur vertreten, das kritisch nach Konstruktionsprozessen und Dynamiken fragt.
In den Forschungsprojekten der Juniorprofessur werden somit immer wieder Machtfelder, -aushandlungen und -asymmetrien in den Blick genommen. Der Wandel von Praktiken bei der Konstituierung, Veränderung, Aushandlung und der Standardisierung von Wissen über und von Kultur ist zentral. Verbindendes Element ist überdies die Analyse globaler Konstellationen und Verflechtungen.
Der Arbeitsbereich der Juniorprofessur versteht sich dezidiert interdisziplinär und versucht integrierend auf die unterschiedlichsten Themen und Ansätze der Promovierenden am GCSC einzuwirken. Zur Weiterentwicklung des Forschungsprofils des GCSC trägt er vor allem durch Perspektiven auf außereuropäische Räume und Gesellschaften sowie die kritische Rezeption von postkolonialen und globalhistorischen Ansätzen bei. Auch leistet der Arbeitsbereich Grundlagenforschung durch wissenschaftshistorische Perspektiven auf die Kulturwissenschaften. Dabei ist die Reflexion der historischen Gewordenheit von Kulturbegriffen und -praktiken grundlegend.
Weiterführendes ist unter dem Punkt Projekte zu finden.
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Die gute Hilfe. Humanismus und Entwicklung in Tansania, Togo und Kamerun 1920-1975.
(Habilitationsprojekt)
Im Jahr 1910 schrieb der französische Diplomat und Kolonialbeamte Jules Harmond, es sei künftig eine "unverzichtbare Kunst", die "Eingeborenen" in den Kolonien "sanft und nach ihrer eigenen Gangart" auf einen "höheren, sozialen, politischen und ökonomischen Entwicklungsstand" zu bringen. Jedes Einwirken dürfte nur ganz wenig an "Gewohnheiten und Traditionen" rühren. Alles müsse der "eingeborenen Mentalität" entsprechen. Ja vieles sei sogar zu schützen vor der "zerbrechenden Macht des Kolonialismus und der westlichen Zivilisation".
Jenen kolonialen "Humanismus" propagierten Anthropologen und Völkerrechtler seit den 1920er Jahren zunehmend: Man plädierte für "mehr Menschlichkeit" in den Kolonien, eine vermehrte Auseinandersetzung mit den Menschen vor Ort, mit ihren Lebensweisen, Gefühlen und Zielen. Die Gründung des Völkerbundes und die Übertragung der deutschen Kolonien in Afrika als Mandate an Frankreich, Belgien und Großbritannien schürten diese Debatte, war hiermit außerdem ein Entwicklungsauftrag für Tanganjika (ab 1964 vereinigt mit Sansibar zur unabhängigen Republik Tansania), Togo und Kamerun verbunden. Und jegliche Entwicklung sollte die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessern, wie immer wieder zu lesen ist. So sprachen sich Anfang der 1930er Jahre auch Anthropologen wie Bronislaw Malinowski, Lucien Lévy Bruhl oder Kolonialbeamte wie Robert Delavignette für die "Tatsache" aus, dass afrikanische Gesellschaften südlich der Sahara in den britischen und französischen Kolonien und Mandatsgebieten neuartige "humanitäre Wege der Entwicklung" bräuchten. Das habe sogar ganz logische Gründe: Denn die so genannten "Bantu-Menschen" - so das Argument zu jener Zeit - würden sich nur angemessen entwickeln können, wenn sie in ihren alltäglichen Lebensumständen "sanft" angeleitet und unterstützt würden. Rassismus und Gewalt seien künftig zu vermeiden.
In der Zwischenkriegszeit sprachen überdies Sozialarbeiter in Frankreich, England, Deutschland und den USA darüber, dass Gesellschaften in ökonomischen Krisen allgemein Strategien für "arme Leute" schaffen müssten, nach denen sie sich selbst ihren eigenen Wünschen, Zielen und Möglichkeiten entsprechend entwickeln könnten. Das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe, das bereits im 18. Jahrhundert propagiert worden war, rückte vermehrt nun als Instrument des Social Building in den Fokus. Die Weltwirtschaftskrise verstärkte diese Debatte.
Bald sollte Hilfe zur Selbsthilfe, auch genannt Animation und Community Development, als ein überaus wertvolles Werkzeug der alltäglichen Entwicklungsarbeit mit "Black Africans" in den britischen und französischen Kolonien sowie Mandatsgebieten gepriesen werden. Zunehmend hielten Entwicklungsexperten Hilfe zur Selbsthilfe sogar für die einzig sinnvolle Form der Entwicklungsarbeit. Wieder waren es Anthropologen, die sich zu Wort meldeten. Sie hatten begonnen, in Feldstudien "the African Mind" und "the African Poor" (John Iliffe) zu erforschen und machten nunmehr die These stark, dass es nicht ausreiche, die so genannten "Bantu" "sanft" anzuleiten. Vielmehr seien sie "überaus stolz" und müssten das Gefühl bekommen, eigene, selbstbestimmte Wege zu gehen, wenn es darum gehe, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Unterstützung sollte ferner nur darin gegeben werden, diese Wege zu finden. Das zweifellos kulturrassistische Diktum der Zeit lautete: Nur durch jenes Gefühl der Eigenständigkeit würden die Menschen in Afrika südlich der Sahara überhaupt anfangen, an ihrer Entwicklung mitzuhelfen. Mit jener Hilfe zur Selbsthilfe nahm die Geschichte von Humanismus und "Entwicklungshilfe" in Afrika südlich der Sahara ihren Anfang.
Im Habilitationsprojekt werden humanitäre Diskurse und Praktiken in Verbindung mit "Entwicklungshilfe" in Togo, Tansania und Kamerun zwischen 1920 und 1975 im Rahmen einer globalhistorischen Kulturgeschichte untersucht. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Engagement der am meisten in den betreffenden Regionen beteiligten Länder Großbritannien, Frankreich und seit den 1950er Jahren auch der beiden deutschen Staaten. Staatliche und nicht staatliche "Entwicklungshilfe" wird gleichermaßen in den Blick genommen. So sind Projekte des britischen Colonial Office ebenso wie des Deutschen Entwicklungsdienstes zu untersuchen - und zwar besonders, wenn sie zeitlich und räumlich aufeinander aufbauten bzw. miteinander verbunden waren.
Anders als in vorliegenden Studien soll die Geschichte von "Entwicklungshilfe" in Afrika südlich der Sahara nicht allein als Geschichte globaler Modernisierungskatastrophen oder kolonialer bzw. postkolonialer Konkurrenzen im Kalten Krieg beschrieben werden. Vielmehr ist nach Traditionslinien und Brüchen zwischen Kolonialismus und Postkolonialismus sowie nach globalen Konstellationen zu fragen, die in grundverschiedenen Verhältnissen auftreten konnten. Ebenso anders als in vorliegenden Studien sollen weniger Konzepte und Praktiken von Modernisierung und Entwicklung analysiert werden, die wie "Entwicklungsmaschinen" die Länder der sogenannten Dritten Welt durchpflügten (Arturo Escobar). Hingegen soll der Schwerpunkt auf der kritischen Untersuchung bislang durch historische Analysen vernachlässigter sogenannter "guter" Formen der "Entwicklungshilfe" liegen, wie eben Hilfe zu Selbsthilfe, Animation und Community Development.
Geht man der diachronen und synchronen Vielschichtigkeit von Machtverhältnissen in der "Entwicklungshilfe" nach, scheint es besonders vielversprechend, gerade jene Entwicklungskonzepte und Praktiken zu analysieren, die von ihrer Entstehung an bis heute immer wieder mit dem Attribut "gut" bedacht werden, die als nicht zwangsläufig reziprok, als machtfrei oder nachhaltig angesehen wurden bzw. werden.
So wird in der Studie den historischen Konjunkturen der immer wieder aufs Neue verhandelten Beziehungen und Machtverhältnissen zwischen Planern und Praktikern, Gebern und Nehmern sowie europäischen und afrikanischen Akteuren nachzugehen sein. Es ist zu zeigen, wie sich aus Diskursen und Leitlinien Prämissen und Handlungsspielräume für Akteure der Entwicklungsarbeit ausbildeten, wandelten und welche Praktiken des "Mitmachens", Auslegens oder Verweigerns hiermit verbunden sein konnten.
In einer Reihe von Fallstudien sollen die "glokalen" Konstellationen (Roland Robertson) in Projekten der Hilfe zu Selbsthilfe zwischen den 1920er und 1970er Jahren analysiert werden, die in den Augen der Zeitgenossen als besonders kontrovers, gelungen oder auch gescheitert galten. Konsequenz dieser Perspektive ist, dass Diskurse und Praktiken europäischer und afrikanischer Akteure möglichst gleichermaßen in Form einer miteinander verflochtenen Geschichte (Shalini Randeria) untersucht werden. Die europäischen Beteiligten "im Feld" - ihre kollektive und individuelle Zivilisierungsmission, ihre Arroganz, ihre Abenteuerlust, aber auch ihre Gefühle von Schuld und Zweifel sollen ebenso wie die Motive, Erfahrungen und Ziele ihrer afrikanischen Counterparts betrachtet werden.
Insgesamt soll das Projekt global- und kulturhistorisch die Entstehung, Übertragung, Deutungsmacht und die in sozialen Praktiken äußerst vielschichtigen Dimensionen des Entwicklungsprinzips der guten Hilfe ausloten. Ziel ist zu zeigen, vor welchem Hintergrund jene gute Hilfe ihre bis heute weitgehend ungebrochen gültigen Kategorien für das Gelingen und Scheitern von Entwicklungsarbeit ausbilden und befördern konnte. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die gute Hilfe in der Tat bisweilen ihre humanitären Entwicklungsversprechen erfüllte: In den Zeiten der Dekolonisierung und des postkolonialen Staatsaufbaus in Afrika südlich der Sahara erhielt sie Menschen am Leben, garantierte Nahrung, Gesundheit und Bildung - zumindest eine Zeit lang. Doch ist auch zu verdeutlichen, wie auf den ersten Blick paradoxerweise gerade Entwicklungskonzepte, die immer wieder auf die Selbstbestimmung, Wünsche und Ziele der zu Entwickelnden abzielten, in ihrer Durchsetzung mit sozialen Exklusionen und Zwang einhergehen konnten. So konnte jene gute Hilfe durchaus mit der Stigmatisierung von Menschen als "primitiv" und "nicht entwickelbar" oder mit anderen (Kultur-)Rassismen verwoben sein, wenn nicht diese gar befördern. Mithin wurden durch Hilfe zur Selbsthilfe, Animation und Community Development selbst brachiale Gewalt befördert - und zwar - wie zu zeigen sein wird - weit tiefgreifender und folgenreicher als explizit gewaltsame Formen von "Entwicklungshilfe".
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Globale Kulturen der Hilfe zur Selbsthilfe in der Moderne
Es ist bemerkenswert, dass die bereits in der europäischen Aufklärung aufkommenden, zunehmend in den späten 1920er Jahren unter Soziologen, Pädagogen und Psychologen in den USA, Frankreich und Großbritannien propagierten Konzepte zur Abschaffung von Elend, Hunger und so genannter "Unterentwicklung" bislang kaum kulturhistorisch untersucht werden - die Konzepte der Hilfe zur Selbsthilfe. Möglicherweise liegt dies darin, dass jene Entwürfe immer noch als wirkungsvoll dafür gelten, dass Menschen sich aus eigenem Antrieb und daher effizient und nachhaltig aus misslichen Lebenslagen oder Armut befreien können. Der Forschungsbereich soll diese Forschungslücke schließen und dabei vermeintlich "machtfreie" Konzepte sozialer Praktiken einer kritischen kulturhistorischen Analyse unterziehen. So sollen nationale sowie transnationale Projekte und Initiativen der Hilfe zur Selbsthilfe in so unterschiedlichen Bereichen untersucht werden wie Landwirtschaft, Sozialarbeit oder "Entwicklungshilfe" in Europa und "Übersee", wobei nach globalen Vernetzungen gefragt werden wird. Es ist auffällig, dass in noch so unterschiedlichen regionalen Kontexten Hilfe zur Selbsthilfe unter Etiketten wie "Verbesserung des Ertrages, der Gesundheit, der Lebensbedingungen" firmierte und dass diese Etiketten einer überaus langen Beharrlichkeit unterliegen. In einem diachronen Längsschnitt sind die Dimensionen von Kulturen der Hilfe zur Selbsthilfe in der Moderne seit den 1920er Jahren bis in die Gegenwart auszuloten, wobei Konzepte ebenso wie Praktiken in aller Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit analysiert werden sollen. Nicht zuletzt wird dabei nach den Traditionslinien, Transformationen und Brüchen von Selbsthilfe-Ansätzen nach dem Ersten Weltkrieg gegenüber der seit der europäischen Aufklärung im 18. Jahrhundert aufkommenden Konzepten zu fragen sein. Dabei ist zu untersuchen, wie jene Kulturen der Hilfe zur Selbsthilfe ihre Konsens stiftende Effizienz durch human- und lebenswissenschaftliche Empirie immer wieder untermauern konnten (Psychoanalyse, Sozialpsychologie, Pädagogik, Ethnologie) und welche Praktiken im Einzelfall gestiftet bzw. ausgehandelt wurden. Auch ist zu fragen, wie Hilfe zur Selbsthilfe medial inszeniert, von den jeweils beteiligten Akteuren wahrgenommen, erfahren, mitgetragen, gestaltet oder auch konterkariert wurde. Empirisch gesättigte Einzelfallstudien sollen Verflechtungen, aber auch Dynamiken zwischen Anspruchsdenken und Praktiken verdeutlichen. Ein Ziel ist zu zeigen, dass Kulturen der Hilfe zur Selbsthilfe in all den unterschiedlichen Bereichen, in denen sie aufkamen, geradezu suggestive Deutungshoheiten erlangten und regelrecht ausschließlich handlungsleitend waren. Die Arbeits- und Sozialkulturen der Moderne sind ohne Hilfe zur Selbsthilfe und die hiermit verbundenen Konzepte und Praktiken von Selbstfindung sowie Selbstverwirklichung nicht denkbar. Bei näherer Betrachtung erweisen sich diese Ansätze und Praktiken als äußerst widersprüchliche Machtstrukturen, die jenseits humanitären Engagements soziale Differenzen markierten, Druck, sanfte, implizite oder auch brachiale Gewalt ausübten, gesellschaftliche Exklusionen beförderten und nicht zuletzt sozial disziplinierend wirkten.
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Die Geschichte der Kulturwissenschaften
Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Juniorprofessur in der Erforschung der Geschichte der Kulturwissenschaften - der Kulturgeschichte, der Sciences Humaines, der Cultural Studies und der Kulturwissenschaft, wie sie in Deutschland seit den 1980er Jahren etabliert wurde. In der konsequenten Weiterentwicklung kritisch reflexiver Standortbestimmung sollen Ansätze der Kulturwissenschaften nicht nur hinsichtlich ihrer Aussagen und Anwendbarkeit hinterfragt, sondern als Projekt der nordamerikanisch-europäischen bürgerlichen Moderne (seit den 1850er Jahren) historisch verortet werden. Mit Rekurs auf aktuelle Ansätze der Wissenschaftsgeschichte soll nach autobiographischen Hintergründen, etablierten Forschungs- und Darstellungspraktiken, Wahrnehmungen, Transferbewegungen und Transformationen im Rahmen der Geschichte der Kulturwissenschaften gefragt werden. Hierbei werden beispielsweise Aspekte wie Gender ebenso wie die interdisziplinäre Vernetzung von kulturwissenschaftlichen Empirie-, Analyse- und Darstellungspraktiken mit humanwissenschaftlichen Nachbardisziplinen (Philosophie, Psychologie, Soziologie oder Ethnologie) zu untersuchen sein. Eine kritische Erforschung der Kulturwissenschaften soll vor allem dreierlei bieten: Sie soll erstens zur historischen Kontextualisierung kulturwissenschaftlicher Ansätze in den Projekten der nordamerikanisch-europäischen bürgerlichen Moderne beitragen, besonders zur kulturellen Situation von Metropolen um 1900 wie New York, London, Paris und Wien. Dort und in jener Zeit wurden - so eine These - nicht nur Forschungsfelder und Darstellungsweisen, sondern maßgeblich auch Forschungspraktiken etabliert, die heute noch innerhalb der Kulturwissenschaften grundlegend sind. Sie soll zweitens zur Analyse der Verbindungen und Transformationen dieser Metropolen untereinander und zu den so genannten Peripherien zu jener Zeit in Afrika, Asien und Lateinamerika beitragen. Und drittens soll ausgehend von der historischen Einbettung eine kritische Standortbestimmung kulturwissenschaftlicher "Meistererzählungen" ermöglicht werden, die Vorannahmen und Strukturdeutungen verdeutlicht und neue Frageweisen, Forschungsfelder und Methoden eröffnet.