Über mich

    geb. Hackfurth; 19.02.1977 in Dinslaken / NRW

    2006: M.A. Dt. Sprache und Literatur & Philosophie nach Studium in Heidelberg und Marburg

    seit 2007: Doktorand im GCSC - Dissertation zum Thema "Der Horrorfilm in Deutschland (nach 1945)"

    WS 2007/08: Blockseminar "Das Drehbuch - Theorie und Praxis"



Forschungsschwerpunkte

    Horror Studies

    Popkultur

    Game Studies

    Theorie und Praxis des Drehbuchs

    e-Science / e-Humanities

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Kontakt

vanbebber.joerg[ät]gmail.com
Weidenhäuser Str. 37
35037 Marburg
Tel: 06421-8401045
 
 

Veröffentlichungen

Herausgeberschaften:

    Queer Horror. Tagungsband. Tectum Verlag, Marburg 2010 (In Vorbereitung
    Dawn of an Evil Millennium. Horror und Kultur im neuen Jahrtausend. Tectum Verlag, Marburg 2009 (In Vorbereitung; CfP hier)
    (zus. mit Harun Maye) CALIGARI - Deutsche Zeitschrift für Horrorstudien | German Journal of Horror Studies. Marburg / Berlin 2009ff. (www.caligari-online.de)

Aufsätze:


Buch-Rezensionen:

    "Das Spiel beginnt: Game-Medialität neu denken". Rezension zu Jan Distelmeyer, Christine Hanke, Dieter Mersch (Hg.): Game over!? Perspektiven des Computerspiels. Bielefeld: transcript, 2008. In: KULT_online, 20. (In Vorbereitung)

    "Der ungeheure Körper". Rezension zu Shelton, Catherine: Unheimliche Inskriptionen. Eine Studie zu Körperbildern im postklassischen Horrorfilm. Transcript Verlag, Bielefeld 2008. In: literaturkritik.de, 5/2009.

    "Horror intermedial: Die 1000 Gesichter der Angst". Rezension zu Biedermann, Claudio und Christian Stiegler (Hgg.): Horror und Ästhetik. Eine interdisziplinäre Spurensuche. Konstanz: UVK, 2008. In: KULT_online, 18. Ausgabe.

    "Postmoderne Drehungen der Schraube". Rezension zu Jochen Fritz / Neil Stewart: Das schlechte Gewissen der Moderne, Böhlau 2006. In: KULT_online, 17. Ausgabe.

Film-Rezensionen:

    "Verfemte Transgressionsutopie". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Agustí Villarongas "Im Glaskäfig" (1985). In: F.LM - Texte zum Film, 24.3.2009.

    "Vorsicht! Spielende Kinder". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Narciso Ibáñez Serradors "Ein Kind zu töten..." (1976). In: F.LM - Texte zum Film, 17.2.2009.

    "Unzeitgemäße Publikumsbeschimpfung". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Romuald Karmakars "Manila" (1999). In: F.LM - Texte zum Film, 4.1.2009.

    "Bond ist nicht hier - Ein Nachwort". Rezension zum Kinostart von Marc Forsters "Ein Quantum Trost" (2008). In: F.LM - Texte zum Film, 24.11.2008.

    "Ungeniert realitätsflüchtig". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Toke Constantin Hebbelns "Nimmermeer" (2006). In: F.LM - Texte zum Film, 12.8.2008.

    "'Why do Cars mean so much to them?'". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Peter Weirs "Die Autos, die Paris auffraßen" (1974). In: F.LM - Texte zum Film, 11.8.2008.

    "Blut und Tränen". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Brad Andersons "Sounds like" (2005). In: F.LM - Texte zum Film, 18.7.2008.

    "Agitprop mit Biss". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Hans W. Geissendörfers "Jonathan" (1969). In: F.LM - Texte zum Film, 6.6.2008.

    "Fisch und Fleisch in einem". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Andy Fetschers "Bukarest Fleisch" (2007). In: F.LM - Texte zum Film, 27.04.2008.

    "Alice im Wüstenlevel". Rezension zum Kinostart von Russell Mulcahys "Resident Evil: Extinction" (2007). In: F.LM - Texte zum Film, 29.09.2007.

    "Kein Grund sich zu schämen: Horror als Karrieresprungbrett". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Carl Schenkels "Dracula in Oberbayern" (1979). In: F.LM - Texte zum Film, 25.09.2007.

    "Glokalisierungen des 'American Nightmare'". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Andreas Prochaskas "In 3 Tagen bist du tot" (2006). In: F.LM - Texte zum Film, 17.08.2007.

    "Ein Sex-Schocker neuen Stils". Rezension zur DVD-Veröffentlichung von Arthur Maria Rabenalts "Alraune" (1952). In: F.LM - Texte zum Film, 14.07.2007.

Sonstiges:

    "Das gezähmte Biest. Walerian Borowczyks ?La Bête? und das Dispositiv bundesdeutscher Gesetze". Booklet-Text zur DVD-Veröffentlichung von Walerian Borowczyks "La Bête" (1975). VÖ 2010.

 
 

Der Horrorfilm in Deutschland

[Eine neohistoristische Geschichte einer Poetik des Horrors in der dt. Kultur dargestellt anhand ausgewählter deutscher Horrorfilmproduktionen von 1945 bis zur Gegenwart]


Im Rahmen der Dissertation soll das Phänomen "Horror" im Kontext der bundesdeutschen Kultur von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart im Sinne des New Historicism als eine "New History" nachgezeichnet werden. Eine solche "deutsche" Genregeschichte verengt den Blick weder auf nationale Produktions-, noch auf die Rezeptionsverhältnisse: Sie versucht die volle Verwobenheit einer Poetik des Horrors in die Kultur, in "a whole way of life" (Raymond Williams), darzustellen: Als Reihung von Momentaufnahmen, die - ausgehend von deutschen Horrorfilmen (s.u.) - die jeweilige Einbindung einer Poetik des Horrors in den zeitgenössischen Kontext dokumentieren, um dann auf diachroner Ebene diese Momentaufnahmen zu einer Facette bundesdeutscher Mentalitätsgeschichte zu vertexten. Den theoretischen Rahmen liefert vor allem der von Moritz Baßler zu einer handhabbaren Methodologie ausgearbeitete New Historicism (Baßler 2005). Mit Konzepten der "Intertextualität" (Kristeva), "thick description" (Geertz), "metahistory" (White) und "poetics of culture" (Greenblatt) lässt sich Kultur- und Literaturgeschichte - in Ansehung des naiven Makels "großer Erzählungen" traditioneller Geschichtshermeneutik - als non-lineare, ethnographische Episodengeschichte erzählen.

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Das Hauptaugenmerk wird auf das Leitmedium des 20. Jahrhunderts gerichtet sein: auf Film und Fernsehen, ohne jedoch Exkurse in die multimediale Diversität des Genres - von der Höhenkamm-Literatur zum Groschenheft, vom Videospiel zum Comic, von der Gothic Culture zur Musik - zu meiden. Desweiteren soll - ohne methodische Notwendigkeit - die nationale Filmproduktion besondere Berücksichtigung finden, obwohl in "originären" Artefakten einer Kultur eigentlich nicht weniger "Zirkulation sozialer Energie" (Greenblatt) stattfindet als in Kulturimporten. Darüber hinaus soll die Dissertation Anstoß geben, (pop-)kulturelle Phänomene nicht nur als Erinnerungsarbeit und Kommentar vergangener oder gegenwärtiger Ereignisse zu lesen, sondern auch als Frühindikator künftiger gesellschaftlicher Entwicklungen ernst zu nehmen: Wird im Horrorkino, das den latenten Ängsten der Gegenwart Gestalt verleiht, nicht sogar das künftige Zutagetreten realer Katastrophen antizipiert?