Persönliche Daten

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  • Petra Wodtke, Master of Arts


Curriculum


1992 - 1998
Städtische Realschule Oelde


1998 - 2001
Gymnasium Johanneum Wadersloh


2001 - 2009
Studium der Klassischen Archäologie, der Ur- und Frühgeschichte, der Provinzialrömischen Archäologie und der lateinischen Philologie an der Humboldt Universität zu Berlin, der Université Lausanne und der Universität Wien


26. März 2010
Absolvierung der Abschlussprüfung zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts an der Universität Wien


seit 01. Oktober 2010
Doktorandin und Stipendiatin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen


 
 

Dissertationsprojekt



Meine Dissertation beschäftigt sich mit der römischen Provinz Epirus aus einer kulturtheoretischen Perspektive. Sie ist darauf ausgelegt, (Klassische) Archäologie als eine Kulturwissenschaft zu betreiben. Dadurch werden gewisse Methoden und Denkansätze für eine Studie über das römerzeitliche Griechenland herangezogen, während andere in der Archäologie populäre, beispielsweise bildwissenschaftliche Ansätze, weitgehend unberücksichtigt bleiben. Um eine konstruktive Annäherung an vergangene Lebenswelten zu ermöglichen, gilt es in der Arbeit zunächst einige Termini zu definieren und dort, wo es nötig ist, zu relativieren. Im Sinne einer Zuweisung der Archäologie zu den Kulturwissenschaften, ist es absolut notwendig, die gängigen Kulturbegriffe einer 'römischen Kultur' oder von materiellen Hinterlassenschaften als Teilbereich der 'Materiellen Kultur' zu thematisieren. Ferner gilt es als Prämisse zum Umgang mit 'Materieller Kultur' diese in ein Konzept von 'Kultur als Kommunikation' einzubinden. Es wird herausgestellt, dass vor allem ein Verständnis von 'römischer Kultur' und damit verbundenen Kulturkontaktszenarien wie 'Romanisierung' oder 'Akkulturation' eine stark dispersive Nutzungshistorie haben. Daher erfolgt im Anschluss an die Definitionen die Entwicklung eines neuen Analysesystem für Materielle Hinterlassenschaften, das zum Ziel hat, durch Benennungen archäologischer Objekte festgesetzte Hierarchien und Wertigkeiten aufzubrechen, um eine unvorbelastetere Annäherung an vergangene Lebenswelten zu ermöglichen. Dieses Analysesystem basiert in erster Linie auf der Semiotik von Charles Sanders Peirce. Im Mittelpunkt der archäologisch-semiotischen Analyse stehen die Objekte. Dadurch wird der Blick weg von der Interpretation von Kulturkontaktszenarien durch Materielle Hinterlassenschaften, hin zu konkreten synchronen und diachronen Transformationen von Dingen und Landschaften (Biographien), von raumkonstituierenden und -konstituierten Riten und Praktiken sowie deren wechselseitigen Abhängigkeiten gerichtet. Im Sinne der zuvor erarbeiteten Einbindungs von 'Materieller Kultur als Kommunikation', rücken also die durch die Hinterlassenschaften zugreifbaren kommunikativen Akte der Handlungsindividuen vergangener Gesellschaften in den Mittelpunkt des Interesses. Eine Ansprache als 'römisch' oder 'griechisch' oder eine fiktiv konstruierte Identitätszuweisung wird dadurch überwunden. Nach der Entwicklung des archäologisch-semiotischen Analysesystems wird dieses benutzt um eine Analyse einer festgelegten Auswahl der Materiellen Hinterlassenschaften der römischen Provinz Epirus durchzuführen. Diese erfolgt ausschließlich auf Publikationslage. Entsprechend dient das Analysesystem ferner dazu, die einzelnen archäologischen Projektpublikationen als Zeichen archäologischer Erkenntnisgewinnung zu definieren und nutzbar zu machen, also zu interpretieren. Im Anschluss daran werden verschiedene Interpretationsmuster der Materiellen Hinterlassenschaften von Epirus angeboten, um den epistemologischen Charakter des semiotischen Analysesystems aufzuzeigen und zu veranschaulichen, wie mit dessen Hilfe erweiterte Zugänge zu antiken Lebenswelten möglich sind.
 
 

Archäologische Projekte und Tätigkeiten


2002
Teilnahme an Vorbereitung, Konzeption, Aufbau und Durchführung der Ausstellung "Werden - Gewesen - Sein" zur Langen Nacht der Wissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin


2003
Teilnahme an der Frühjahrs- und Sommerkampagnien im Rahmen eines internationalen Projektes zur Erforschung einer römischen Villenanlage in Vilamoura (Portugal) unter der Leitung von F. Teichner


Teilnahme an einer Grabungskampagnie zur Erforschung des Oppidum Dünsberg unter der Leitung von K.-F. Rittershofer


01. Oktober 2003 - 30. September 2005
Anstellung als studentische Hilfskraft an der Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin im Fachbereich Klassische Archäologie


2003 - 2006
Jährliche Teilnahme an dem internationalen Surveyprojekt zur Erforschung der Plaghià-Halbinsel in Akarnanien (Griechenland) unter der Leitung von F. Lang


01.Oktober 2006 - 31. Juli 2008
Anstellung als studentische Hilfskraft im Archiv der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin im (Cluster 5)


2007 - 2008 Jährliche Teilnahme an dem Grabungsprojekt zur Erforschung der antiken polis Lissos in Lezha (Albanien) unter der Leitung von A. Oettel, als
2007: Grabungsbereichsleitung
2008: Leitung der deutschen Beteiligung der Keramikaufarbeitung


15. Januar 2009 - 10. Dezember 2009
Festanstellung als Fachkraft bei der zum österreichischen Bundesdenkmalamt (BDA) gehörenden Firma Archäologie Service (AS) mit Beschäftigung auf der Autobahntrasse A5 in Niederösterreich, zeitweise mit stellvertretender Grabungsleitung


seit Mai 2010
Mitglied im Lesezirkel der CSG-V bei Topoi
 
 

erschienen


Julian BELZ, Caroline BLECKMANN, Birthe HAAK, Arne HOMANN, Mitja HORLEMANN, Barbara KÖSTNER, Petra WODTKE für den Dachverband archäologischer Studierendenvertretungen (DASV) e. V.; Der Bologna-Prozess in den archäologischen Wissenschaften - Ein Blick auf die Entwicklungen aus studentischer Perspektive. In: Archäologische Informationen 28, 2005, 105-110.

Petra WODTKE; Die Beschäftigung des DASV mit dem Bologna-Prozess. Eine Erfolgsgeschichte? In: Mitteilungen des Deutschen Archäologenverbandes 39, 2008/2, 45-49.

Jochen GRIESBACH, Jens KAMLAH, Petra WODTKE; Übersicht zu den archäologischen Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologenverbandes 39, 2008/2, 71-94.

Jon ALBERS, Petra WODTKE; Bologna III - Zum Stand der strukturierten Promotionsstudiengänge. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologenverbandes 41, 2010/2, 144-147.

Petra WODTKE; Romanisierte Griechen oder hellenisierte Römer? Möglichkeiten zur Annäherung an ein schwieriges Verhältnis. In: Bericht des 1. Bochumer Nachwuchsworkshops für MediterranistInnen 2010, Bochum 2011, 11-12.

Petra WODTKE; Römisches Leben in einer griechischen Provinz. Gehöftstrukturen in der römischen Provinz Epirus. In: Janina Göbel, Tanja Zech (Hrsg.); Exportschlager - Kultureller Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und transnationale Entwicklungen in der antiken Welt. Humboldts Studentische Konferenz der Altertumswissenschaften 2009. München 2011, 374-388.

Petra WODTKE; Strukturierte Promotionsstudiengänge als letzte Stufe des Bologna-Prozesses. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologenverbandes 42, 2011/2, 46-45.

Jon ALBERS, Petra WODTKE; Bologna III - Diskussion. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologenverbandes 42, 2011/2, 59-62.

im Druck


Petra WODTKE; (Klassische) Archäologie als Kulturwissenschaft. In: Forum Kritische Archäologie

Petra WODTKE; Vom Reiseschriftstellertum zum Survey. Aspekte literarischer Transformationen. In: Tagungsband zur Tagung "Literatur der Archäologie. Materialität und Rhetorik im 18. und 19. Jahrhundert" am Internationalen Kolleg Morphomata vom 29. - 30. Juli 2010 in Köln

in Vorbereitung


Die Erschließung extraurbaner Landschaften in der römischen Provinz Epirus. In: Tagungsband zum Internationalen Akarnanien-Kongress vom 2. - 3. Oktober 2009 in Darmstadt

nicht wissenschaftliche Publikationen

 
 

Qualitätsmanagement im Hochschulbereich

2004
Organisation und Koordination der studentischen Beteiligung an der externen Evaluation des Winckelmann Instituts der Humboldt Universität zu Berlin


2004-2005
Mitgestaltung des neuen, modularisieten Mono- und Kombibachelorstudiengangs "Archäologie und Kulturwissenschaft" an der Humboldt Universität zu Berlin


2006
Teilnahme an einem vom fzs organisierten Akkreditierungsseminars in Göttingen


2006 - 2008
Leitung der AG "Studienreform (Bachelor/Master)" auf den Bundesfachschaftentagungen "Archäologie" mit der Durchführung von qualifizierenden Workshops für Studierende zur Teilnahme an Akkreditierungsverfahren


2007
Teilnahme am Akkreditierungsverfahren des Fächerblocks "Altertumswissenschaften" an der Universität Jena


2008
Teilnahme am Akkreditierungsverfahren der sog. "kleinen Masterstudiengänge" an der Universität Marburg


2009
Teilnahme am Akkreditierungsverfahren "Paket Geschichte und Archäologie" an der Universität Münster


seit Juni 2009
Leiterin der AG "Studienreform" des Deutschen Archäologen-Verbands (DArV)


April 2010
Teilnahme am Akkreditierungsverfahren "Archäologische Wissenschaften / Wirtschafts- und Rohstoffarchäologie" an der Universität Bochum


Oktober 2010
Teilnahme am Akkreditierungsverfahren "Byzantinistik und Christliche Archäologie" an der Universität Münster


Dezember 2010
Teilnahme am Akkreditierungsverfahren auf Aktenlage "Archäologie BA" im Rahmen der Systemakkreditierung der Universität Mainz


Januar 2011
Teilnahme am Reakkreditierungsverfahren "Cluster Archäologie" an der Universität Marburg
 
 

Hochschul- und fachpolitisches Engagement


WS 2002/2003 - einschl. SS 2005
Ständiges, gewähltes Mitglied des Fachschaftsrats "Klassische Archäologie" des Winckelmann Instituts der Humboldt Universität zu Berlin. In dieser Funktion im:

Mai 2005
Gründungsmitglied des "Dachverbands der archäologischen Studierendenvertretungen e.V." (DASV)
http://www.dasv-ev.org

seit 2007
Außerordentliches Mitglied des DASV


seit Mai 2008
Mitglied im Hauptausschuss des "Deutschen Archäologen-Verbandes e.V." (DArV), Vertreterin der studentischen Interessen
http://www.darv.de


seit Oktober 2010
Sprecherin der Research Area 4 "Visual Culture" des GCSC