Kontakt
- Dipl.-Lehrerin Saltanat Rakhimzhanova, M. A.
- Doktorandin
- Justus-Liebig-Universität Gießen
- International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)
- Alter Steinbacher Weg 38
- 35394 Gießen
- E-Mail: saltanat.rakhimzhanova(at)gcsc.uni-giessen.de
- Webseite: http://sr.cultdoc.uni-giessen.de/saltanat-rakhimzhanova
Aus- und Weiterbildung
Ausbildung
seit 10/2008: Promotionsstudium in Kulturwissenschaften
Stipendiatin des von der Exzellenzinitiative geförderten International Graduate Centre for the Study of Culture, Justus-Liebig-Universität Gießen (bis 09/2011)09/2009: International Summer School
Kulturkontakt in Transformationsgesellschaften (Bericht)Staatliche Universität Kazan, Tatarstan/Russland
10/2003 - 04/2008: Technische Universität Darmstadt
Studium der Germanistik, Psychologie und Pädagogik10/2002 - 07/2003: Technische Universität Darmstadt
Gasthörerin (Sprachkurse Deutsch und Türkisch, Vorlesungen Germanistik)09/2001 - 02/2002: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Studienaufenthalt im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft, gefördert durch DAAD08/1999: Goethe-Universität Frankfurt am Main
Hochschulsommerkurs mit einem DAAD-Stipendium09/1996 - 06/2000: Ualichanow -Universität Kokschetau, Kasachstan
Studium Deutsche Sprache und Literatur09/1985 - 06/1996: Mittelschule Birsuat, Kasachstan
Schulausbildung (Allgemeine Mittelschulreife)Weiterbildung (Workshops)
Berufserfahrung
seit 02/2012: Akademisches Auslandsamt der Justus-Liebig-Universität Gießen
Wissenschaftliche HilfskraftBeratung ausländischer Studienbewerber zu den sprachlichen Zulassungsvoraussetzungen und zur Kursauswahl, Administration von studieneinführenden Deutsch-Intensivkursen, Betreuung der Kursteilnehmer
seit 10/2011: Justus-Liebig-Universität Gießen
Lehrbeauftragte für Turkologie und Deutsch als Fremdsprache10/2011-12/2011: Giessener Zentrum Östliches Europa, Professur für Turkologie
Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-Drittmittelprojekt "Mehrheit oder Minderheit? Identitäts-konstruktionen im sprach-politischen Diskurs russisch-türksprachiger Sprachgemeinschaften"12/2003-04/2008: Internationaler Bund Darmstadt
Leitung und Durchführung von Sprachkursen und Kommunikationstrainings für Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund08/2005-12/2007: International Service Office an der TU Darmstadt
Studentische HilfkraftBeratung der internationalen Studierenden in Studien- und Lebensfragen, Zusammenarbeit mit zentralen Einrichtungen der Universität, Unterstützung der wohnungssuchenden Studierenden
01/2007, 01/2006: Zentrale Studienberatung der TU Darmstadt
Betreuung des Informationsstandes auf der Messe hobit (Hochschul- und Berufsinformationstage)09/2000-08/2003: Ualichanow - Universität Kokschetau, Kasachstan
Durchführung von praktischen Kursen in Deutsch als FremdspracheWissenschaftliche Arbeiten
Dissertationsprojekt
Kasachisch als "Staatssprache Kasachstans. Lexik zwischen Politik und Kultur"PhD-thesis: Language and Terminology Planning in Post-Soviet Kazakhstan. Keywords: language policy, language planning, terminology management, terminology planning, Kazakh, Post-Soviet Kazakhstan)
Im Rahmen des Dissertationsprojektes soll die Position einer Schriftsprache im politischen und kulturellen Gefüge in den Fokus gerückt werden. Durch eine diachrone Untersuchung der Entwicklung der kasachischen Sprache seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts ist zu zeigen, wie politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und technische Faktoren Entwicklungstendenzen einer Sprache vorbestimmen und wesentlich lenken (können).
Die Beeinflussung der Entwicklung der Sprache hat eine jahrhundertlange Tradition in Kasachstan: Schon seit dem 19. Jahrhundert geht es bei der Normierung des schriftlichen Kasachischen in erster Linie um Bestimmung der politischen Machtverhältnisse. Politischer Vormund der Entwicklung der Schriftsprache setzt sich auch in der sowjetischen Zeit fort, so etwa Verschriftlichung der Nationalsprachen, Kyrillisierung der vorhandenen Alphabete, Einführung der national-russischen Zweisprachigkeit mit dominierendem Russisch, Erhöhung der russischen Lexik in Wortschätzen der Nationalsprachen zu Ungunsten der Wörter arabischer und persischer Herkunft.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der umfassenden Untersuchung des Ausbaus der modernen Terminologie und des Allgemeinwortschatzes der kasachischen Sprache unter besonderer Berücksichtigung der seit der Perestroika-Zeit stattfindenden politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse in Kasachstan. So lassen sich etwa Nation building - Prozesse, Westorientierung der Wirtschaft, Umgestaltung der Kulturpolitik und der sich daraus folgenden Sprachen- und Sprachpolitik in Veränderungstendenzen in der kasachischen Sprache widerspiegeln und veranschaulichen.
Vorträge
Neologismen in der kasachischen Gegenwartssprache, Konferenz "Kasachisch im postsowjetischen Kasachstan", JLU Gießen, 30.11.-02.12.2011.Ist die kasachische Sprache im postsowjetischen Wandel?, 18. Tagung Junger Osteuropaexperten: Staat oder privat? Akteure und Prozesse zwischen Staaten und Gesellschaften in Osteuropa, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde/ Europäische Akademie Berlin, 22.-24.10.2010.
Kasachisch als Staatssprache Kasachstans. Lexik zwischen Politik und Kultur, 31. Deutscher Orientalistentag. Spiegelungen - Projektionen - Reflexionen, Phi-lipps-Universität Marburg /Centrum für Nah- und Mittelost Studien, 20.-24.09.2010.
Nationale, kulturelle und sprachliche Identität im postsowjetischen Kasachstan, Konferenz "Erfahrung kultureller Räume im Wandel - Transformationsprozesse in ostdeutschen und osteuropäischen Regionen", Friedrich-Schiller-Universität Jena, 03.-04.12.2009.
Sprachliche Transformationsprozesse in Kasachstan, International Summer School "Kulturkontakt in Transformationsgesellschaften", Staatliche Universität Kazan, Tatarstan /Russland, 14.-20.12.2009.
Publikationen
Terminology Planning in contemporary Kazakh (2013, in Druck)Tagungsbericht Diskursive Identitätskonstruktionen im östlichen Europa. Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo), Justus-Liebig-Universität Gießen. 15.11.2012. In: H-Soz-u-Kult, 16.02.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4645>.
Nationale, kulturelle und sprachliche Identität im postsowjetischen Kasachstan. In: Sammelband zur Konferenz "Erfahrung kultureller Räume im Wandel - Transformationsprozesse in ostdeutschen und osteuropäischen Regionen. Friedrich-Schiller-Universität Jena, 03.- 04. Dezember 2009. Jena 2012, S.
Tagungsbericht Identitätskonstruktionen in Medien und Öffentlichkeit. Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo), Justus-Liebig-Universität Gießen, 18.11.2010-19.11.2010. In: H-Soz-u-Kult, 13.01.2011, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3487>.
Ein Beitrag zur postsowjetischen Sprachenpolitik und Sprachplanung. Rezension zu: Ernest Andrews, Linguistic changes in post-communist Eastern Europe and Eurasia, Boulder (Colo.) 2008. In: KULT_online 23 (2010)
Analphabetismus und Unlernbarkeit als Hauptgründe für die türkische Schriftreform? Rezension zu: Ihsan Yilmaz Bayraktarli, Die politische Debatte um die türkische Schrift- und Sprachrevolution von 1928, Freiburg 2008. In: KULT_online 22 (2010)
Ist die kasachische Sprache im postsowjetischen Wandel? In: Arbeitspapiere und Materialien ? Forschungsstelle Osteuropa, No. 109: Staat oder privat? Akteure und Prozesse zwischen Staaten und Gesellschaften in Osteuropa. Beiträge für die 18. Tagung Junger Osteuropa-Experten, Bremen 2010, S. 16-19.