
Liebe Leserinnen und Leser von KULT_online,
der Semestereinstieg ist vollbracht, die Ostereier sind eingesammelt, nun können sich kulturwissenschaftlich interessierte LeserInnen wieder auf die Suche nach vielversprechenden Neuerscheinungen machen. Wer das morbide Interesse zweier Rezensentinnen teilt, mag sich etwa für eine kulturkriminologische Untersuchung von Mörderinnen begeistern oder für einen Sammelband mit Leichen für Einsteiger.
Von der Fußballweltmeisterschaft 2006 über Migrationsprozesse der letzten 100.000 Jahre hin zu raumtheoretischen Fragestellungen; von Gramscis Philosophie über historisch geschulte Blicke auf die Kategorie Geschlecht sowie Gattungstheorie, Gegenwartsliteratur, Crime Fiction hin zu Stummfilmen, phantastischer Literatur, Umgang mit Traditionen, Mystik oder Medientechniken – die aktuelle Ausgabe bietet wieder viele spannende Rezensionen. Darunter auch eine Besprechung zu der immer wieder aufgeworfenen Frage nach der Nützlichkeit der Geisteswissenschaften.
In der Hoffnung, Neugier geweckt zu haben, wünscht die KULT_online-Redaktion eine gute Lektüre!
Leichen für Einsteiger
Grande, Jasmin; Groß, Dominik (Hg.): Objekt Leiche: Technisierung, Ökonomisierung und Inszenierung toter Körper. Frankfurt a.M./New York: Campus, 2010.
Eine Rezension von Maria Rossdal
Das venezianische Weltbild im Kopf
Scruzzi, Davide: Eine Stadt denkt sich die Welt. Wahrnehmung geographischer Räume und Globalisierung in Venedig von 1490 bis um 1600. Berlin: Akademie-Verlag, 2009.
Eine Rezension von Katharina Pfeiffer
Gattungstheorie zur Hand
Zymner, Rüdiger (Hg.): Handbuch Gattungstheorie. Stuttgart: Metzler, 2010.
Eine Rezension von Klaudia Seibel
A Partner in Crime?
Horsley, Lee; Rzepka, Charles J. (eds.): A Companion to Crime Fiction. San Francisco/Toronto/West Sussex: John Wiley & Sons, 2010.
A review by Gero Guttzeit
Transgression der Tradition?
Liebrand, Claudia; Hnilicia, Irmtraud; Wortman, Thomas (Hg.): Redigierte Tradition. Literaturhistorische Positionierungen Annette von Droste-Hülshoffs. Paderborn: Schöningh, 2010.
Eine Rezension von Christin Grunert