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| Eingestellt von: | Elisa Antz |
| Eingestellt am: | 13.11.2008 |
Auf dem diesjährigen Anglistentag vom 5. bis 8. Oktober 2008 in Tübingen nahm Dr. Stella Butter den renommierten Preis des deutschen Anglistenverbandes für Nachwuchswissenschaftler entgegen. Die Auszeichnung erhielt die ehemalige Koordinatorin des internationalen Promotionsprogramms (IPP) „Literatur- und Kulturwissenschaft“ und zeitweilige Geschäftsführerin des Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) für ihre Dissertation, die sie von 2003 bis 2006 im Rahmen des IPP verfasste und mit ‚summa cum laude’ abschloss. Die Arbeit trägt den Titel „Literatur als Medium kultureller Selbstreflexion - Literarische Transversalität und Vernunftkritik in englischen und amerikanischen Gegenwartsromanen aus funktionsgeschichtlicher Perspektive“ und ist 2007 im Wissenschaftsverlag Trier (WVT) erschienen. „Diese Auszeichnung freut mich wirklich sehr – und ich fühle mich auch geehrt, denn es wurde eine Reihe ganz hervorragender Arbeiten vorgeschlagen“, resümiert die Anglistin. Unwillkürlich fügt sie hinzu, was so eine wissenschaftliche Ehrung für sie ausmacht: „Der Preis bedeutet ja, dass die Arbeit innerhalb der Fachwelt rezipiert und als produktiver Forschungsbeitrag gewertet wird, genau was man sich als Doktorandin immer für sein Projekt gewünscht hat.“ Der Ausgangspunkt für Dr. Butters Dissertation bildet die Beobachtung, dass der westliche Kulturraum sich durch eine paradoxalen Gleichzeitigkeit einer Krise der Vernunft und einer anhaltenden Orientierung an Vernunft als ethischem Grundwert auszeichnet. Angesichts des hohen gesellschaftlichen Stellenwerts von Vernunft umfasst die kritische Auseinandersetzung mit (Un)Vernunft zugleich eine kulturelle Selbstreflexion über u.a. herrschende Rationalitätsnormen, Wertesysteme, Identitäts- und Ordnungsmodelle. Durch die Entwicklung des funktionsgeschichtlichen und kognitiv-narratologischen Analysemodells ‚literarischer Transversalität' lenkt diese Studie den Blick auf den dreifachen Beitrag, den Literatur als ein Medium kultureller Selbstreflexion für das Projekt eines neuartigen Vernunftverständnisses leisten kann. Nicht nur vermag Literatur als Artikulationsort des Anderen der Vernunft eine vernunftkritische Funktion auszuüben, sondern sie kann auch ‚transversale Vernunft' (Wolfgang Welsch) ästhetisch gestalten und im Akt der Lektüre schulen. Jetzt beschäftigt sich Dr. Butter an der Universität Mannheim im Hinblick auf ihre Habilitation mit dem Thema ‚Anonymität als kulturelles Phänomen in englischer und amerikanischer Literatur (19. – 20. Jh.)“ , folgt jedoch als akademische Rätin auch ihrer Vorliebe für die Lehre. Wer sich persönlich von Dr. Butters didaktischen Fähigkeiten überzeugen möchte, hat hierzu im Rahmen des Workshops "Literaturwissenschaftliche Lehr-Stücke" der AG Hochschuldidaktik Literaturwissenschaft am Freitag, 14. November sowie am Samstag, 15. November im Multifunktionsraum des GCSC die Gelegenheit. |
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